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Säugling erleidet Verbrennungen

von Heiko Thomsen (Kommentare: 0)

Mit Seenotrettungsboot PAUL NEISSE sind die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Eiderdamm für einen verletzten Fischer im Einsatz gewesen. Foto: DGzRS/Martin Stöver

Gleich zwei Mal sind die Seenotretter gestern Abend, 16. August 2017, auf Nord- und Ostsee für verletzte Menschen im Einsatz gewesen. Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kamen einem Krabbenfischer mit einem abgetrennten Daumen und einem Säugling mit Verbrennungen an einer Hand zu Hilfe. 

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Gegen 16.45 Uhr alarmierte der Krabbenkutter „Madonna“ (Heimathafen Husum) über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 die SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS. Während der Fangreise auf der Nordsee hatte sich ein Fischer schwer an der Hand verletzt. Bei der Arbeit an Bord war der linke Daumen des 39-Jährigen abgetrennt worden. Die „Madonna“ befand sich zu diesem Zeitpunkt knapp 20 Seemeilen (rund 35 Kilometer) westlich des Eidersperrwerks auf der Nordsee. 

Die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierte die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes PAUL NEISSE/Station Eiderdamm. Vormann Rainer Wallhof befand sich zufällig gerade an Bord des Bootes, und auch ein als Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter war ganz in der Nähe. So nahm die PAUL NEISSE bereits wenige Minuten später Notarzt und Rettungsassistent an Bord, die der Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5“ der DRF Luftrettung aus Niebüll zum Liegeplatz gebracht hatte. 

Während die PAUL NEISSE Kurs auf die „Madonna“ nahm, lief ihr der Krabbenkutter entgegen. Etwa auf halber Strecke, bei Tonne 20 auf der Außeneider, trafen sich die beiden Schiffe. Bei ruhiger See und umlaufenden Winden bis drei Beaufort ging die PAUL NEISSE bei dem 19-Meter-Kutter längsseits. Notarzt und Rettungsassistent übernahmen an Bord der „Madonna“ die Erstversorgung des Patienten. Mit ihrer speziellen Bergungstrage übernahmen die Seenotretter den Fischer. Vom Eidersperrwerk aus flog der Rettungshubschrauber ihn in eine Spezialklinik nach Hamburg. 

Nahezu zeitgleich war der Seenotrettungskreuzer BREMEN der Station Fehmarn/Großenbrode für einen acht Monate alten Säugling im Einsatz. Auf einer neun Meter langen Segelyacht hatte das kleine Mädchen nach einem Griff in heiße Erbsensuppe an der rechten Hand Verbrennungen erlitten. 

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Mit der Besatzung eines Rettungswagens an Bord nahm die BREMEN Kurs auf die Segelyacht. Das Tochterboot VEGESACK ging längsseits und übernahm Mutter und Kind. Der Vater steuerte das Boot allein nach Großenbrode. Der Landrettungsdienst brachte die kleine Patientin ins Krankenhaus nach Oldenburg/Holstein.


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